„Im Emsland gibt es einfach diese Anpackermentalität - das hat hier Tradition." Wolbert Hahn, Wessel Hahn (Vater), Jens Hahn (Sohn)
Maschinenbau Hahn bringt Güter in Bewegung

Auch mit Torfabbau erfolgreich

„Geiht nich, gifft nich“ war der Leitspruch von Wessel Hahn Senior, der mit seinen beiden Söhnen Wolbert und Wessel 1979 in Papenburg die Maschinenbau Hahn GmbH gründete. Heute arbeitet Jens Hahn im Unternehmen in der dritten Generation.

An seinen ersten Tag im Familienunternehmen kann sich Jens Hahn zwar nicht mehr erinnern, dafür aber lebhaft daran, wie er als Fünfjähriger zum ersten Mal mit seinem Vater auf dem Gabelstapler durch die Produktionshallen gefahren ist. „Mit dem Maschinenbau und der Fertigungstechnik bin ich von klein an aufgewachsen. Ich wusste früh, das ist mein Beruf“, blickt Hahn zurück. „In meiner Jugend habe ich im Familienbetrieb gejobbt und alle Abteilungen kennengelernt. Langjährige Mitarbeiter begleiten mich bis heute, darauf legen wir Wert“, sagt er stolz und ist ihnen dankbar, „ich habe dadurch viel gelernt.“ Maschinenbau Hahn entwickelt sich ständig weiter, aber dem Motto seines Großvaters ist das Unternehmen treu geblieben:  „Geht nicht, gibt's nicht. Wir entwickeln gefragte Lösungen.“ 

Von der Moorregion zum Industriestandort

Papenburg lag früher mitten im Moor, einer Umwelt, in der die damaligen Siedler harte Aufbauarbeit leisten mussten. Inzwischen ist die Stadt mit dem südlichsten Seehafen der deutschen Küste dank der guten Lage und Verkehrsanbindung ein wirtschaftlich erfolgreicher Standort. Hier stellen Industrie, Handwerk und Handel sogar Weltunternehmen. Ein perfektes Umfeld für Hahns Unternehmen, aber auch für ihn persönlich: „Das Emsland und Papenburg bieten mir und meiner Familie eine perfekte Heimat: naturnah und gleichzeitig innovativ.“ Deshalb ist er Anfang 2015 nach seinem Studium und seinem mehrjährigen, beruflich bedingten Wohnortwechsel, hierher zurückgekehrt. Hier ist der Traum vom Eigenheim erfüllbar, die Infrastruktur ausgebaut. „Und für mich gilt das Emsland als Geheimtipp für familienfreundliches Leben“, sagt der überzeugte Papenburger Junge.

Fördertechnik für Schüttgüter beim Torfabbau

In Niedersachsen werden auf knapp 27000 Hektar Torf abgebaut. Ein Großteil davon wird im Erwerbsgartenbau verwendet. „Früher war Torfstechen Knochenarbeit“, erklärt Hahn. „Maschinelle Lösungen brachten den Menschen Erleichterung, neue Technologien zogen neue Wirtschaftszweige nach sich – und wir haben die Nische am Markt mit der Konstruktion, Fertigung und Montage von Anlagen individuell nach Wünschen und Erfordernissen für uns genutzt.“ Hahns Fördertechnik für Schüttgüter wird aber nicht nur in Umschlagbetrieben z. B. für Torf genutzt, sondern auch in der Kunststoffindustrie, Nahrungsmittelindustrie und in der Kraftfutterindustrie benötigt.

Die Maschinenbau Hahn GmbH & Co. KG steht für eine niedersächsische Erfolgsgeschichte. Flexibel und pragmatisch hat das Unternehmen Entwicklungen früh erkannt und angepackt. Heute zählt Hahn mit seinen über 60 erfahrenen, regional wie international tätigen Fachkräften in Sachen Anlagenbau, Fördertechnik und Konstruktionsbau zu den leistungsfähigsten Fertigungsstätten im Nordwesten. Der jüngste Hahn-Bruder Norbert hat die Zerspanungstechnik in einem eigenen Unternehmen, der Hahn Fertigungstechnik GmbH, übernommen. „Wie man sieht, ist die Region Moor heute ein lebenswerter Raum mit großem Entwicklungspotential“, erläutert Jens Hahn mit einem Augenzwinkern und beeindruckt vom Durchhaltevermögen der Vorfahren.