Johannes Niermann, internationales Model aus Sögel
„Für mich bedeutet das Emsland Heimat! Hier leben meine Familie und Freunde, die mein Leben unheimlich bereichern. Außerdem habe ich mir in Sögel einen Ruhepol geschaffen als Ausgleich zu meinem stressigen Berufsleben.“ Johannes Niermann, internationales Model aus Sögel
Topmodel Johannes Niermann kehrt zurück ins Emsland

Tausche Peking gegen Sögel

Bangkok, Hong Kong, Mailand, New York – Das ist nur ein kurzer Ausschnitt aus dem Lebenslauf von Johannes Niermann, der dank seines Berufs als Model schon in den Metropolen der Welt gelebt und für Designer wie Gucci, Versage und Prada gearbeitet hat. Doch seit gut einem Jahr hat er privat der großen, weiten Welt den Rücken zugekehrt und ist zurück in sein Heimatdorf Sögel gezogen.

Eigentlich war es ein Zufall, dem Johannes Niermann seine Karriere verdankt: Als er mit Anfang 20 in Brasilien studierte, begegnete er in einem Shoppingcenter einer jungen Frau, die einige Jahre später seine Ehefrau werden sollte. „Ich war gerade dabei ein Eis zu essen, als plötzlich Annelie mit vier Freundinnen vor mir stand und mich fragte, ob ich Interesse am Modeln hätte. Mein Eis schmolz und ich wurde am nächsten Tag zu meinem ersten Casting abgeholt“, erinnert sich Niermann. Das war der Startschuss einer Bilderbuchmodelkarriere.

Einmal um die ganze Welt

Zu Beginn ging es nach Bangkok. Von dort nach Seoul und Hong Kong, wo er mit Unterbrechungen fast zwei Jahre wohnte. „Als sich für mich die Möglichkeit bot, nach Mailand zu kommen, um in Europa meinen Markt zu entdecken, nahm ich das Angebot sofort an und schaffte auch gleich in meiner ersten Saison den Durchbruch“, erzählt Niermann. Von dort aus ging es in den nächsten sechs Jahren unter anderem nach Paris, New York, London, Tokyo und Seoul, wo er für namhafte Designer arbeitete. „Zu Beginn meiner Karriere war das Leben als Model natürlich sehr spannend. Innerhalb kürzester Zeit sah man viele Länder und Kulturen und lernte unterschiedliche Menschen und Märkte kennen. All dies war in einem Alter möglich, in dem die Anderen noch die Schulbank drückten oder zur Uni gingen.“

„Einmal Emsländer, immer Emsländer!“

Heute arbeitet Johannes Niermann immer noch als erfolgreiches Model auf der ganzen Welt, besonders auf dem asiatischen Markt ist sein Look gefragt. Doch etwas hat sich verändert:  Er lebt nun nicht mehr dort, wo er arbeitet. Er und seine Frau Annelie haben Anfang 2017 entschieden, zurück nach Sögel zu ziehen. „Gründe dafür gab es viele. Der Hauptgrund war jedoch, dass meine Frau schwanger war und mein Heimweh mit den Jahren immer stärker wurde. Annelie sagt dazu immer: ‚Einmal Emsländer immer Emsländer‘ und so bauten wir in meinem Heimatdorf Sögel ein Haus und zogen zurück ins Emsland“, erzählt Niermann. Für den 33-Jährigen bedeutet seine Rückkehr viel. Er kann näher an seiner Familie und Freunden sein und seinem Sohn Luks eine ruhige und naturverbundene Kindheit ermöglichen. „Das Leben im Emsland habe ich im Ausland schätzen gelernt, als ich gesehen habe, was mir dort fehlt: Die saubere Luft, der Platz zum Leben, die Ruhe sowie das Leben in einer Gemeinde, in der man viele Menschen kennt.“

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Ein Ort zum Ausruhen

Johannes Niermann hat in Sögel seinen Ruhepol wiedergefunden, den er als Ausgleich zum stressigen Jet-Set-Leben braucht: „Mittlerweile muss ich sagen, dass mir das Allein-unterwegs-sein und die ständigen Zeitunterschiede schon zu schaffen machen. Umso mehr seitdem Luks auf die Welt gekommen ist. Es ist schon sehr schade, wenn man als Vater nicht jeden Augenblick mitbekommen kann.“ Daher genießt er jede Minute, die er zu Hause mit Familie und Freunden verbringen kann: „Wir gehen dann sehr viel spazieren, treffen uns mit Freunden zum Grillen oder Doppelkopfspielen.“ Ganz bodenständig eben.