Mehr als die üblichen Klischees findet man in Emsbüren. Die Gemeinde im Emsland hat viel zu bieten und zeigt, wie schön das Leben auf dem Land sein kann.
Was Emsbüren so besonders macht

Emsbüren: Land trifft Lebensfreude

Nichts zu sehen außer Treckern, Kühen und Bauernhöfen – das ist typisch Landleben. Aber auch typisch Emsland? Wer „ja“ denkt, sollte einmal Emsbüren kennenlernen. Felder und Landluft gibt es hier schon, doch Emsbüren bietet noch viel mehr als das.

Emsbüren – das ist eine Gemeinde im südlichen Emsland. Knapp 10.000 Einwohner verteilen sich dabei auf acht Ortsteile und 140 Quadratkilometer. Viel Platz wenn man sieht, dass dies 72 Personen pro Quadratkilometer sind (der Bundesdurchschnitt liegt bei 231 Personen pro Quadratkilomter). Nicht viel los mag man meinen. Wer will da schon bleiben?

Langeweile? Fehlanzeige!

Jeder! Mit einem SwinGolf Platz, einem Modellflugplatz oder dem Emsbad hält Emsbüren einige Freizeitangebote parat. Ein Besuch bei Emsflower, dem größten Gartenbauunternehmen in Europa sollte bei einem Ausflug in Emsbüren nicht fehlen. Auch die Outdoor-Kartbahn, auf der sogar Clubmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften und Niederländische Meisterschaften stattfinden, bietet Spaß für Anfänger und Profis. Ebenfalls sehenswert ist die bekannte Bronzestatue „Pastor sine Koh“, deren gleichnamiges Lied seinen Ursprung in Emsbüren haben soll. Auch Sportbegeisterte kommen auf ihre Kosten.

Jogger können die Vorzüge des Landlebens mit seinen ruhigen Feld- und Waldwegen nutzen. Doch auch ein Fitnessstudio, ein Sportpark, diverse Tennisanlangen und eine Reithalle bieten die Möglichkeit aktiv zu sein. Besonders auf den Sportplätzen trifft man fast immer auf Leute, die den Sport, aber auch das gesellige Zusammensitzen danach, sehr schätzen.

Neben der vielfältigen Bereitschaft, sich in Sport- und Musikvereinen, der Kirche, der Politik oder der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren, werden private Beziehungen hier großgeschrieben. Das hohe „Sozialkapital“ hob auch das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einer Studie (2017) hervor und lobte die Verantwortungsgemeinschaft und das Engagement in Emsbüren.

Private Beziehungen, das sind besonders die vielen Cliquen: Wer sich zu Schulzeiten einmal gefunden hat, bleibt demnach für den Rest seines Lebens vereint. Doch auch die Nachbarschaft spielt in Emsbüren eine große Rolle und bedeutet nicht einfach nur nebeneinander zu wohnen. Hier wird zusammengehalten, angepackt wo Hilfe gebraucht wird und auch gerne gefeiert. Emsbürener finden immer einen Grund zum Feiern, was sich nicht zuletzt durch die vielen Bräuche zeigt. Gemeint ist zum Beispiel der Schachtel- und Sockenkranz, den eine Person zu ihrem 25. Geburtstag bekommt, wenn sie bis dahin noch nicht verheiratet ist. Oder das sogenannte Hahn holen, was als Nachfeier am Tag nach einer Hochzeit stattfindet. Das sind nur zwei der vielen Traditionen. Für alle gilt: Hier steht die Gemeinschaft im Vordergrund.

Karnevalshochburg Emsbüren

Das Emsland verbindet man im ersten Moment mit vielem, aber nicht unbedingt mit Karneval. Doch jedes Jahr im Februar lockt der Emsbürener Karneval mit seinen zwei Vereinen ECC-Hellblau und KKE um die 25.000 Besucher zu einem Karnevalsumzug. Anschließende Feiern im Landgasthof Evering, auf zwei Plätzen mit Festzelten und in den Kneipen im Ortskern gehören dabei zum Rosenmontag.

Keine Ausreden fürs Anpacken

Doch es wird nicht nur gefeiert, sondern auch gearbeitet. Und das nicht wenig. Die Arbeitslosenquote von knapp 1 Prozent (Juni 2018) spricht für sich. Namenhafte Arbeitgeber sind Unternehmen wie BVL, Paus oder Hölscher und Leuschner, die alle in Emsbüren ansässig sind. Alleine diese drei Unternehmen beschäftigen insgesamt über 600 Mitarbeiter. 

Von Apfelkuchen bis Zwiebelschnitzel

Wer sich nach so einem ereignisreichen Tag gerne etwas stärken möchte, sollte sich das kulinarische Angebot vor Ort nicht entgehen lassen. Hier empfehlen sich um Beispiel der Landgasthof Evering, der Emsländische Hof (besser bekannt unter dem Namen Rest), das Gasthaus „zum Schlagboom“, das Hotel Fokus oder die Hofcafés Querdel und Mehringer Heide. Letzteres ist nicht nur wegen seiner guten Verpflegung beliebt, sondern auch wegen des bereits erwähnten SwinGolf-Platzes, einer Salzgrotte und einem Maisirrgarten. Eine gute Mischung aus Tradition und gemütlicher Atmosphäre bekommt man in der Enkings Mühle. Das Familienunternehmen stellt seit 1928 sein bekanntes Pumpernickel Schwarzbrot her und betreibt ein Mühlencafé.

Gut und günstig wohnen im Emsland

Besonders beliebt machen Emsbüren auch seine niedrigen Grundstückpreise, Gewerbesteuersätze und das schnelle und unkomplizierte Handeln bei der Grundstücksvergabe. Der Wohnbaulandpreis liegt zwischen 33 und 69 Euro pro Quadratmeter. Die Wohnbauentwicklung findet dabei weitestgehend auf dem Palhügel statt. Doch auch in Ortsteilen wie Gleesen, Elbergen oder Leschede werden einige Baugrundstücke angeboten.

Keine Lust auf Balkonien? Kein Problem.

Wenn dann doch mal das Fernweh ruft, kann man sich in Emsbüren ganz bequem in den Zug setzen, einen kleinen Städtetrip unternehmen oder sich sogar bis zur Nordsee fahren lassen. Wer lieber selbst am Steuer sitzt, ist durch die Nähe zum Autobahnkreuz A30/A31 ebenso schnell in alle Himmelsrichtungen unterwegs. Die Verkehrsanbindung in Emsbüren ist ideal. Mal eben in die Niederlande zu fahren, ist auch kein Problem – bis zur Grenze sind es nur 20 Kilometer.

Starke Jugendarbeit in Emsbüren

Auch durch seine Jugendarbeit zeichnet sich Emsbüren aus. Das Michaelsheim ist hier der zentrale Treffpunkt. 50 Gruppen bestehend aus jeweils zwei bis drei Gruppenleitern und acht bis dreizehn Kindern treffen sich dort wöchentlich. Es werden Spiele gespielt, Filme geschaut, gemeinsam gebacken und gekocht oder einfach nur gequatscht. Einmal im Jahr kommt es dann zum großen Highlight der Jugendarbeit: das Zeltlager. Auch freitagabends ist das Michaelsheim ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Von da aus geht es später dann zum Kneipenhopping im Malör und in der Herzogsdeele.

Man sieht, dass Emsbüren durchaus mehr bietet als die üblichen Klischees. Ob jung oder alt, Anwohner oder Tourist, es ist für jeden etwas dabei. Man trifft auf eine gute Mischung aus Wohn- und Lebensqualität, sowie eine optimale Lage. Und nicht umsonst hat das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems die Stadt Emsbüren seit 2007 als anerkannten Ausflugsort ausgezeichnet.